Episode 16

Der Hauptmann von Köpenick: Der genialste Coup aller Zeiten

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1 Wer war der 'Hauptmann von Köpenick' im echten Leben?
Im echten Leben war er ein armer, vorbestrafter Schuster namens Wilhelm Voigt.
2 Warum befand sich Wilhelm Voigt vor seiner Tat in einem bürokratischen Teufelskreis?
Er brauchte eine Arbeit, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, erhielt aber ohne Aufenthaltsgenehmigung keine Arbeit.
3 Wie kam Wilhelm Voigt an die Uniform des preußischen Hauptmanns?
Er kaufte sich die einzelnen Teile der Uniform gebraucht bei verschiedenen Altkleiderhändlern zusammen.
4 Wie reagierten die Soldaten auf der Straße, als Voigt ihnen Befehle erteilte?
Sie gehorchten ihm ohne zu zögern oder seine Identität zu hinterfragen, da sie gelernt hatten, Uniformen bedingungslos zu respektieren.
5 Was war das eigentliche, ursprüngliche Ziel von Wilhelm Voigt im Rathaus?
Sein eigentliches Ziel war es, einen echten Pass zu bekommen, um das Land verlassen zu können.
6 Warum funktionierte der Plan im Rathaus bezüglich seines eigentlichen Ziels nicht?
Im Rathaus von Köpenick gab es keine Passabteilung, diese befand sich im zuständigen Landratsamt.
7 Was entwendete Wilhelm Voigt stattdessen aus dem Rathaus und wie viel war es wert?
Er beschlagnahmte die Stadtkasse mit genau 4000,24 Mark, was heute mehreren tausend Euro entspricht.
8 Wie reagierte Kaiser Wilhelm II., als er von dem spektakulären Betrug erfuhr?
Der Kaiser fand die Aktion amüsant, lachte darüber und lobte ironischerweise die gute Disziplin seiner Soldaten.
9 Wie wurde der falsche Hauptmann schließlich entlarvt und festgenommen?
Ein ehemaliger Mitgefangener verriet ihn an die Polizei, um die ausgesetzte Belohnung zu kassieren.
10 Welches historische Phänomen der damaligen Gesellschaft kritisierte diese Tat unfreiwillig?
Die Tat entlarvte den sogenannten 'Kadavergehorsam' und den extremen, blinden Respekt der preußischen Gesellschaft vor dem Militär und Uniformen.